Vernetzte Produktion – AGRODUR Grosalski GmbH

8. April 2007

Seit mehr als 75 Jahren produziert AGRODUR innovative Produkte aus Duro- und Thermoplasten sowie Fluorkunststoffen in hervorragender Qualität. Mit seinen 275 hochqualifizierten Mitarbeitern gehört AGRODUR zu den führenden Unternehmen der kunststoff-verarbeitenden Industrie. In den drei Fertigungsstandorten Bad Berleburg, Radevormwald und Zorbau wird für die Elektrotechnik und Elektro-installation, den Sanitär und Automobilbereich entwickelt und produziert.

Heißkanalregler MCS im Einsatz bei Agrodur

AGRODUR ist der Partner der kompletten Wertschöpfungskette von der Idee, über die Konstruktion und Simulation bis zum fertigen Produkt. Als nach ISO/TS 16949:2002 zertifizierter Zulieferant werden Präzisionsteile inklusive der Oberflächen-veredlung bis hin zur kompletten Baugruppenmontage gefertigt.

Höchstanforderungen an die Qualität, Liefer- und Termintreue etc. bedeuten, dass alle Produktionsdaten bis zu 10 Jahre rückverfolgbar dokumentiert werden können. Insbesondere auch die von der Regeltechnik präzise einzuhaltenden Temperaturen sind von Bedeutung. Diesbezüglich hat mit der seit 1990 einen zuverlässigen Partner.

Diese Aufgabenstellung der Datendokumentation wird auf über 90 Spritzgußmaschinen in Fertigungsinseln mittels Visual Fecon realisiert. Die Software sorgt vor Ort für einen schnellen Überblick über den aktuellen Status der Temperaturregler. Im Einsatz befinden sich über 60 Regelgeräte der , und der stapelbaren Baureihen. Neben der historischen Datenverwaltung leistet mit der integrierten Rezeptverwaltung auch einen wesentlichen Beitrag zum reibungslosen und schnellen Agieren beim Produkt- oder Werkzeugwechsel. So wird das Einspielen der neuen Prozessparameter problemlos, fehlerfrei und schnell ermöglicht.

Automotivbereich

Oberflächentechnik

Spritzgußteile Sanitärtechnik

Filtertechnik

Individuelle Prozessoptimierung – Autoexport

Alle Produktionsinseln sind über Ethernet in das Firmennetzwerk eingebunden. Auf Anregung von wurde in die Funktion „Autoexport“ integriert. Diese Funktion erlaubt das stündliche Speichern von Prozesswerten und der zwischenzeitlich aufgelaufenen Meldungen auf dem zentralen Firmenserver.

Dieser steht – über Standleitung verbunden – in der 100 km entfernten Zentrale in Radevormwald. Da der Server über umfangreiche Datensicherungsmaßnahmen verfügt, lässt sich auf diese Weise sehr einfach der Produktionsstatus beliebig alter Chargen nachvollziehen und protokollieren.

Neben der Funktion der Produktionsüberwachung wird Visual Fecon bei AGRODUR ebenfalls im Bereich der eigenen Werkzeugwartung und Werkzeuginstandsetzung eingesetzt. Die Spritzgußwerkzeuge müssen in einem vorgegebenen Intervall zerlegt und gereinigt werden. Nach dem anschließenden Zusammenbau der Werkzeuge kommt die Funktion »Tool-Doctor« von Visual Fecon zum Einsatz.

Damit wird das Werkzeug verschiedenen Tests unterzogen, die u.a. die korrekte Fühlerzuordnung überprüfen, die Aufheizzeiten und Heizströme mit dem ursprünglich festgehaltenen „Gut-Zustand“ vergleichen und das Ergebnis in einem Diagnoseprotokoll dokumentieren. So werden Verdrahtungsoder Montagefehler bereits vor der Inbetriebnahme in der Fertigung detektiert und Stillstands- und Maschinenausfallzeiten vermieden. Erst nach erfolgreich bestandener Prüfung wird das Werkzeug für „Gut“ befunden und für den Produktionseinsatz freigegeben. Dies garantiert einen reibungslosen und termingerechten Produktionsablauf.

Neue Technologien und Verfahren werden auch in Zukunft eine Herausforderung für AGRODUR sein, der man sich in puncto Regeltechnik, Prozessdatenerfassung und -dokumentation zusammen mit dem Partner Feller Engineering stellen wird.